Projekte und Arbeit

Projekte und Arbeit in Alcalá 2010

El Kinder “Benjita”

Ort: ca. 15m von der Plaza entfernt Arbeitszeit: ca. 8.30 – 12.30 h Profe: Doña Renilda

Arbeit: Ihr werdet mit den Kindern spielen, malen, basteln, tanzen, spazieren gehen und noch vieles mehr! Die Arbeit mit Doña Renilda bringt sehr viel Spass, über neue Ideen oder Kritik ist die Kindergärtnerin meist froh und kooperiert sehr gut. Ihr solltet darauf achten, dass wirklich jeden Tag die Zähne geputzt werden und nach ein paar Monaten die Zahnbürsten ausgetauscht werden (Don Arturo oder Max nach finanzieller Unterstützung fragen). Fast jedes Kind hat Karies und es wäre sehr hilfreich, wenn ihr Zahnarztbesuche organisieren würdet. Möglichst jeden Tag sollte ein Voluntarier / eine Voluntarierin im Kindergarten arbeiten, da die Kindergärtnerin sonst mit Essen Kochen und der Betreuung von um die 10 Kindern (darunter auch Babys) verständlicherweise überfordert ist.

Unidad Educativa Mula Cancha

Ort: Comunidad Huanca Pampa, zu Fuss ca eine Stunde von Alcalà entfernt, sehr schoener Weg! Prof.: Klasse 2 und 4 Profe Alfonso Klasse 1 und 3 Profe Luisa (seine Ehefrau) Schüler: ca. 22

In Mula Cancha geben die Freiwilligen normalerweise Englischunterricht und helfen sonst bei dem Unterricht mit, der gerade gegeben wird. Dadurch, dass jeder Lehrer zwei Klassen gleichzeitig unterrichten muss, ist jede Hilfe willkommen. Die Freiwilligen gehen je nach verfügbarer Zeit ein bis fünf mal die Woche dahin.

Unidad Educativa Naranjos

Ort: Comunidad Naranjos, zu Fuss ca. 2 Stunden von Alcalá entfernt. Morgens kann man mit dem Transporte escolar ab der Plaza um ca 7Uhr bis Muska Pampa fahren und ab dort ist es nur noch eine Stunde Fussweg zur Schule; ansonsten wird man auch häufig auf dem Weg von Movilidades mitgenommen Profe: Profe Daisy, Schüler: ca. 20 von der 1. bis zur 6. Klasse

Die Freiwilligen gehen normalerweise ein- bis zweimal die Woche nach Naranjos und unterrichten dort Englisch. Es gab auch schon einen Origami- und einen Fotografiekurs. Es wäre durchaus sinnvoll, Englisch weiterhin zu unterrichten, denn den Schülern macht es viel Spass. Falls ihr fotografiebegeistert und seid, könntet ihr den Fotokurs auch wieder aufleben lassen.

Unidad Educativa Alcalá – Colegio

Ort: ca. 50m von der Plaza entfernt Director: Profe Ricardo Schüler: alles in allem ca. 270

Inglés: Alle Klassen des Colegios werden von Profe Francisca in Englisch unterrichtet. Ihre Englischkenntnisse sind ganz gut, aber es hilft ihr immer sehr, wenn man sich zu ihr in den Unterricht setzt, ihre Fehler korrigiert und den Schülern bei den Aufgaben hilft. Die Schüler sind normalerweise sehr begierig, Englisch zu lernen, aber es fällt ihnen schwer. Ausserdem fragen viele Schüler die Voluntarier um Hilfe bei den Englischhausaufgaben.

Computación: Das “Laboratorio de Comptación” ist für hiesige Verhältnisse sehr gut ausgerüstet, es beinhaltet 15 gut benutzbare PCs. Die Computación-Lehrerin heisst Profe Ely; auch sie freut sich immer über Hilfe. Im Unterricht wird den Schülern neben der Benutzung von Microsoft Office – Anwendungen auch der generelle Umgang mit einem Computer beigebracht. Dies ist sehr nützlich, weil die meisten Schüler keinen Computer zu Hause haben und somit auch keinerlei eigene Erfahrungen.

Anderer Unterricht: Je nach Zeit, Lust und Kenntnissen kann man auch in anderen Unterrichtsfächern helfen – einfach mit den entsprechenden Lehrern reden; es freuen sich eigentlich alle über Hilfe!

Escuela Alcalá

Ort: ca. 200m von der Plaza entfernt Director: Don Hugo Morales

In der Grundschule kann ebenfalls im Unterricht geholfen werden. Eine Voluntarierin hat mal den Kindern der Sexto Englischunterricht gegeben, um sie auf das Colegio vorzubereiten; ausserdem kann man der Profe im Kindergarten und dem Sportlehrer helfen. Am besten direkt mit Don Roger reden!

Englisch-Treffen mit Profe Francisca

Ort: Kinder Benjita

Nachmittags, wenn Profe Francisca ihren Unterricht beendet hat, habe ich mich regelmässig mit ihr getroffen. Während dieser Treffen haben wir uns einerseits auf Englisch unterhalten, um sie zu trainieren, andererseits aber auch häufig ihren Unterricht bewertet oder neue Stunden geplant, bis hin zu der Entwicklung eines eigenen Englischbuchs nach einem neuen pädagogischen Konzept. Profe Francisca ist sehr offen für Kritik und neue Ideen und freut sich immer über Unterstützung.

Internado

Ort: ca. 50m von der Plaza entfernt, direkt neben dem Colegio Director: Profe Sabino Lovera

Im Internado gibt es jeden Abend von 20-22Uhr eine Art “Hausaufgabenzeit”. In dieser Zeit (oder auch nur für eine Stunde) kann man dort hingehen und entweder den Schülern bei ihren Hausaufgaben helfen oder ihnen im kleinen Kreis Extra-Englischstunden geben.

UCODEP

Ort: ca. 15min in Richtung El Villar Ansprechpartner: Wilber, Johnny, Feli

Dies ist der Name einer italienischen NGO, die nahe Alcalá ein Projekt betreibt, in dem aus heimischen Pflanzen Medizin und Kosmetikprodukte hergestellt werden. Diese Pflanzen werden zum Teil im projekteigenen Gelaende angebaut, teilweise auch von einigen Frauen geliefert, die sich damit ein bisschen dazuverdienen. Arbeiten kann man dort sowohl draussen – das bedeutet körperliche Arbeit – oder im Labor, dann meistens recht schlichte Tätigkeiten. Manchmal darf man aber auch bei interessanteren Sachen helfen, zum Beispiel beim Bedienen der Destille.

Centro de Salud Alcalá – Hospital

Ort: Hospital Alcalá (gegenüber der Cancha municipal) Ansprechpartner: Doctor Tellez

Auch im Hospital sind Freiwillige willkommen. Sie können den Ärzten über die Schulter schauen und übernehmen leichte Aufgaben (wenn jemand bereits medizinische Erfahrungen hat, auch mehr). Im Hospital gibt es neben den Allgemeinärzten auch einen Zahnarzt und eine integrierte Apotheke. Ausserdem kann man die Ärzte der Ambulancia begleiten, die regelmässig in die Comunidades fahren und dort die Leute behandeln. Im Hospital gibt es normalerweise immer genügend Ärzte und Krankenschwestern, sowie zusätzlich einige Medizinstudenten, die dort ihr Praktikum ableisten. Es kann also gut passieren, dass man nicht viel zu tun hat; weshalb es zu Schulzeiten meist sinnvollere Einsatzorte gibt.

Projekte

In Alcalá gibt es viel Raum und Möglichkeiten für eigene Projekte, je nach eigenen Fähigkeiten und Interessen. Hier ein paar Beispiele von voherigen Freiwilligen und ein paar neue Ideen:

Curso de Fotografía

Für die Schüler des Colegios hatte eine ehemalige Freiwillige einen Fotokurs angeboten. Von den eingeschriebenen Schülern sind nur sehr wenige regelmässig gekommen, aber wenn der Kurs stattfand, war er sehr erfolgreich. Einige Stichpunkte um euch zu verdeutlichen, was die Schüler gelernt haben: Bildkomposition, Portrait, Landschaft, Macro, ein Foto durch Kontrast interessant machen sowie Fotos zu Themen wie z.B. Gewalt, Freundschaft, Liebe, Schönheit, …. Wenn jemand das Fotoprojekt wieder aufleben lassen will, sollte er sich über Hostelling mit Andres Dehmel in Verbindung setzen, er kann euch eine Kamera zu Verfügung stellen!

Stricknadelprojekt

Eine ehemalige Freiwillige hat ein Stricknadelprojekt gestartet, bei dem Interessierte lernen konnten, Socken mit fünf Nadeln zu stricken (eine Technik, die hier vorher nicht bekannt war, aber viele Vorteile bietet). Aus einer Spendensammelaktion ist noch genug Geld übrig, allen erstmaligen Schülern ein Set von Stricknadeln zu schenken, sodass sie nur die Wolle selber bezahlen müssten. Wendet euch an Arturo! Das Projekt hat viel Interesse hervorgerufen, insofern wäre es eine gute Idee, es wieder aufleben zu lassen. Man könnte dieses Projekt sogar noch erweitern: Es könnte ein kleiner Handel entstehen, bei dem die von den Frauen im Dorf gestrickten Socken über Hostelling in Sucre oder auch in kalten Orten wie Potosí, Uyuni oder La Paz verkauft werden und die Frauen somit ein kleines Nebeneinkommen bekämen. Setzt euch mit Max und Arturo in Verbindung und lasst nicht locker!

Geburtsvorbereitungsprojekt

Eine ehemalige Freiwillige hatte die Idee, Geburtsvorbereitungskurse anzubieten. Da viele Frauen erst letztendlich im Krankenhaus auf dem Geburtsstuhl die Atmung lernen und eine hohe Rate von Schwangerschaften besteht, würde sich ein solcher Kurs auf jeden Fall lohnen. Ein Problem stellt vielleicht dar, dass die wenigsten von uns überhaupt wissen, wie man atmen muss. Aber wenn sich da jemand informieren möchte: adelante, adelante!!!

Projekt Ratón Pérez

Ein ehemaliger Freiwilliger hat nach seinem Aufenthalt in Bolivien einen Spendenverein gegründet, Ratón Pérez. Dieser Verein unterstützt die Zahnpflege in Bolivien. Viele Kinder putzen sich nie die Zähne, was angesichts der enormen Mengen an Zucker, die hier konsumiert werden, schreckliche Folgen hat. Ratón Pérez finanziert Zahnarztbesuche für diese Kinder und Jugendliche, sowie Zahnbürsten und Zahnpasta. Natürlich müssen die Freiwilligen den Kindern dann auch beibringen, wie man sich richtig die Zähne putzt und dafür sorgen, dass dies auch regelmässig getan wird. Im Kinder Benjita wird dieses Projekt schon gut durchgeführt, man sollte es aber unbedingt auf die verschiedenen Grundschulen ausweiten!

Müllentsorgung

Das Müllverständnis und die Müllentsorgung haben sich innerhalb der letzten Jahre in Bolivien schon stark verbessert. Trotzdem sieht man noch viel Müll im Campo, auf der Strasse oder am Fluss. Wöchentlich fährt eine Müllabfuhr (Jeep, der den Müll auf der Ladefläche mitnimmt) die Hauptstrasse von Alcalá ab. Es gibt eine Müllsammelstelle, die ist aber leider nicht eingezäunt und befindet sich direkt neben dem Fluss, so dass bei starkem Regen ein Grossteil des im Dorf gesammelten Mülles in den Fluss und ins nächste Dorf gespült wird. Besonders wenn man an Batterien denkt, die man auf der Kuhwiese oder im Kindergarten findet und mit welchen die Kinder gerne spielen – d.h. sie auch in den Mund nehmen und darauf rumkauen – ist mehr Förderung zu einem besseren Müllverhalten notwendig. Ein erster Schritt wäre, in den verschiedenen Comunidades und in Alcalá direkt eine Batteriensammlungsaktion zu starten! Man sollte Mülleimer in den Grundschulen der Comunidades aufstellen. Danach sollte eine Müllsammelstelle gefunden warden, die am besten eingezäunt oder vor dem Regen geschützt ist, damit kein Müll weggespült wird. Fragt in der Alcaldia nach Hilfe!

Durante las vacaciones

Während der Ferien empfiehlt es sich, um der Langeweile zu entkommen, entweder zu verreisen oder Kurse anzubieten. Durch die kurzfristige Planung der Ferien in Bolivien erschwert sich das Reisen, was wir ja manchmal einige Zeit vorher planen müssen. Von daher kann man Kurse in Englisch für jedes Alter anbieten. Man kann ausserdem seine Hobbies und Fähigkeiten mit einbringen und weitere Kurse für Malen und Zeichnen, Theater, Chor oder Yoga anbieten.

Bei eigenen Projekten steht euch eigentlich alles offen, also los!!!

 

LIMABAMBA

Unidad Educativa „Oscar Alfaro“

Ort: Limabamba, ist in der Mitter der Strecke zwischen Alcalá und El Villar, von beiden Orten jeweils 20 km entfernt. Bisland war Limabamba eine kleine „Comunidad“, die im Moment allerdings stetig am Wachsen ist. Laut den neusten Statistiken des Censo, der Volkszählung, geht man von 1500 Einwohnern in und um Limabamba aus, die sich haben zählen lassen.

Es gibt ein Colegio und eine Escuela, zusammen fassen beide Schulen ca. 350 Schüler. Ja, Limabamba ist dabei Alcalá in Größe und Einwohnerzahl Konkurenz zu machen! Es gibt genug Arbeit. Diese besteht darin Englisch und ggf. Computerunterricht im Colegio und in der Escuela in Limabamba zu geben. Von Inicial bis zur fünften Klasse des Colegios wird im Moment Englischunterricht angeboten. (insofern Freiwillige anwesend sind) Jedoch Achtung! Der Unterricht in der Inicial (Vorschule) bringt wenig Resultate und sollte in den nächsten Jahren eigentlich ausgelassen werden. Die Schüler sollten in der Vorschule erst einmal Spanisch schreiben lernen, bevor sie mit Englisch anfangen. Sie sind doch noch ein wenig zu jung. Das sollte einfach zu Beginn dem Direktor mitgeteilt werden.

Und somit gleich zum nächsten Punkt: Im Moment ist Romelio Zamoreno der Direktor der Unidad Educativa „Oscar Alfaro“ in Limabamba und engagiert sich stark für seine Schule. Er ist außerdem sehr kooperativ was den Unterricht und den eigenen Stundenplan betrifft. Er ist außerdem immer offen für neue Ideen und Beiträge und hilft von ganzem Herzen bei der Umsetzung.

Die Lehrerschaft ist ebenfalls sehr offen und hilfsbereit und gerade in der Anfangszeit, wenn man vielleicht gar kein oder wenig Spanisch kann, sehr geduldig und tolerant.

Da es kaum Schüler oder Jugendliche im gleichen Alter gibt, wirst du dich sicher mit dem ein oder anderen Lehrer anfreunden. Man kann sich in der Freizeit austauschen, sein Spanisch verbessern und Tips und Tricks holen.

Wichtig noch am Schluss! Sorge dafür, dass sich in deiner Unterbringung in einem Zimmer im Internat oder Ähnlichem ein Moskitonetz befindet, wenn du Nachts nicht von einer Spinne oder einem Scorpion (so schlimm ist es nicht)überrascht werden willst.

 

CAJAMARCA

Bericht zu den Hilfsprojekten in Cajamarca

  1. Schule Die wohl wichtigste Tätigkeit in Cajamarca ist die Arbeit in der Grundschule von Punilla. Dort gibt es die Klassen 1 bis 6, die jeweils zu zweit einen Kurs bilden. Die Kurse 2 und 3 unterrichten wir in Englisch. Wir arbeiten auf einem relativ niedrigen Niveau und versuchen den Unterricht spielerisch zu gestalten. Anfangs haben wir den Ansatz verfolgt, den Kindern einen Einstieg in die Grammatik zu geben, nachdem uns das aber absolut nicht gelungen ist, sind wir auf Lieder, Wörter auf dem Umfeld und Ähnliches umgestiegen. Wir haben den Kindern versucht „to have“, „to be“ und „to do“, sowie den Satzbau und ein paar Vokabeln beizubringen. Ein Problem ist wohl, dass die Schüler nicht einmal die spanische Grammatik kennen und deshalb wohl nicht die englische lernen können. Abgesehen vom Englischunterricht habt ihr auch die Möglichkeit Mathematik und Sprache zu unterrichten. Der Mathematikunterricht ist gegenüber anderen Schulen auf einem höheren Niveau. Die Drittklässler rechnen bereits im vierstelligen Bereich Addition, Subtraktion, Division und Multiplikation. In den unteren Klassen werdet ihr mit den Schülern angefangen vom Alphabet zu ganzen Satzkonstruktion erlernen und die Lesefähigkeit überprüfen. Wenn ihr des spanischen besonders mächtig seit, könnt ihr auch Grammatikaufgaben durchnehmen. Vorgänger berichteten von Computer- und Werkunterricht, die jedoch zur Zeit nicht mehr stattfinden. Zuerst ist nur ein Computer vorhanden und die Werkstatt wurde abgerissen. Nach aktuellen Kenntnisstand soll jedoch in absehbarer Zeit eine größere Anzahl von Rechnern eintreffen. Desweiteren ist der Sport eine angenehme Abwechslung im Schulablauf. Erwähnenswert ist auch, dass ihr in der Pause, als auch am Ende, etwas zu Essen bekommt. Die Schularbeit findet nur Vormittags von 8.30Uhr bis 12.30Uhr statt.

Durch das Internat gibt es jetzt die Möglichkeit den ganzen Tag dort zu bleiben und auch dort schlafen. Es ist ein eigenes Zimmer für die Freiwilligen vorhanden. Als Angebote gibt es schon eine Kleinbibliothek und mehrere Spielsachen. Da aber noch alles im Aufbau ist, kann man sich sehr schön in die Gestaltung mit eigenen Ideen einbringen.

  1. Arbeit im Zentrum Im Zentrum gibt es diverse Arbeiten, immer davon abhängig, was gerade gebraucht wird. Die Projekte, die wir selbst initiiert und durchgeführt haben hatten immer mit Küchen zu tun. Erst haben wir die Küche, die wir bis dahin benutzt haben renoviert und mit viel Aufwand neugestaltet. Ich bin wirklich froh und sie gefällt mir sehr gut. Allerdings ist diese Küche nicht in unserem Wohnhaus, sondern in einem der Gästehäuser. Aus diesem Grunde haben wir dann einen Anbau an unser Wohnhaus gemacht, in dem jetzt eine neue Küche ist. Das war unser größtes und aufwändigstes Projekt, es hat aber auch am meisten Spaß gemacht, da wir alles selbst gestalten konnten. Außerdem haben wir im Zuge dieser Baumaßnahme auch einige handwerkliche Fertigkeiten erworben, vor allem Schreinerei und Zimmerei. Ansonsten haben wir in den Projekten mitgeholfen, die die Angestellten des Zentrums durchführen. Wir haben zum Beispiel einige Holzbänke gebaut, die jetzt in den Hostels in Tarabuco und Sucre zu finden sind. Außerdem immer wieder kleinere Arbeiten bei der Er- und Einrichtung des Pilztrockengebäudes. Leider ist ab und zu die Wasserversorgung abgebrochen, da Cajamarca eine eigene Quelle mit zugehörigen Leitungen besitzt, die manchmal kaputt gehen. So haben wir sie ein paar Mal reparieren müssen. Die Rohre von den Quellen zum Zentrum sollen demnächst erneuert werden.
  2. Das Hostel als Tagungsort Im Hostel in Cajamarca gibt es kaum Touristen oder Familien, die ein Wochenende im Grünen verbringen wollen, der absolute Großteil der Gäste sind Gruppen, die eine Tagung in Cajamarca haben. Meist sind es Studenten, entweder mit Lehrern oder in selbstorganisierten Arbeitsgruppen. Dort mussten wir die Gäste betreuen, die Müllentsorgung organisieren und auftretende Probleme (kein Licht etc.) beheben. Einmal war auch die Jubiläumsfeier des „Taller protegido“ (einer Behindertenwerkstatt in Sucre) im Zentrum. Diese Gäste brauchten noch eine stärkere Betreuung und Beistand bei ihren Aktivitäten.
  3. Zukünftige Projekte Arbeiten, die unsere Nachfolger auf jeden Fall durchführen müssen, sind vor allem die Tätigkeiten in der Schule. Einerseits um dort eine gewisse Kontinuität zu gewährleisten, andererseits aber auch, weil die Verantwortlichen sehr viel Wert auf dieses Projekt legen. Durch das neu entstandene Internat hat sich ein weiteres großes Arbeitsfeld aufgetan. Im Zentrum gibt es aber auch immer genug zu tun. Abgesehen von den immer wieder anfallenden Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten kann man auch immer neue Projekte durchführen, etwa die Sauna benutzbar machen. Auch um die Pferde sollte sich gekümmert werden, man könnte sie z. B. nutzen um Baumstämme aus dem Wald zu ziehen. Manuel trägt sie meistens noch so raus. Geschirr ist vorhanden. Außerdem ist ein Waldlehrpfad in Planung. Es gibt schon die Schilder, sie müssen nur noch beschriftet und im Wald zu einem Pfad aufgestellt werden. Meines Erachtens ist dies ein gutes Projekt, besonders wenn die Freiwilligen nicht wirklich handwerklich interessiert sind.

Sind sie dies jedoch, dann bietet sich ihnen in Cajamarca die tolle Gelegenheit vieles zu lernen. Ronald war selbst in Deutschland als Freiwilliger und hat nur gespült, weshalb er uns einen besseren Aufenthalt ermöglichen will und uns deshalb immer wieder einiges beigebracht hat. So haben wir die Handhabung der Kettensäge gelernt und auch, wie man in einer Schreinerwerkstatt arbeiten kann. Für mich persönlich war das eine sehr gute Erfahrung. Wenn man dort etwas Interesse zeigt, kann man eine Menge machen. Das ist generell das Wichtigste, einfach mit einem Projekt zu den Verantwortlichen, Annelie oder Ronald, gehen und in den allermeisten Fällen kann man dieses Projekt dann angehen. Cajamarca erfordert also Selbstständigkeit und Motivation, kann man dies jedoch bieten, kann man eine tolle Zeit verbringen.

Camiri

Camiri ist eine Kleinstadt im Departamento Santa Cruz und liegt auf etwa 800 Hoehenmetern. Die Stadt hat etwa 40 000 Einwohner und liegt ca. 4 – 5 Flotastunden suedlich von Santa Cruz, von dort aus fahren auch regelmaessig Flotas und Truffis zur argentinischen Grenze. Es ist einiges an staedtischer Infrastruktur vorhanden (im Gegensatz zu einigen anderen Einsatorten), bspw. gibt es einen Mercado wo man so gut wie alles bekommt, mehrere Krankenhaeuser (s.u.), Karaoke-Diskotheken, (bald) ein Busterminal, mehrere Miradores und eine grosse Plaza mit Pizzeria, Heladeria, Pollorestaurants, Banken (-automaten) und und und… Ausserhalb des Staedtchens gibt es einige Sehenswuerdigkeiten, beispielsweise den „Chorro“ (Wanderweg durch Schlucht), den Rio (Fluss, wenn es heiss wird super zum entspannen) und die Route des Che, hier kann man die letzten Schritte des Revolutionaers nachgehen, bis zu dem Ort, wo er schliesslich gefangen und erschossen wurde. Das Klima in Camiri ist subtropisch gepraegt, den Grossteil des Jahres ist es also ziemlich ziemlich warm und schwuel, besonders in der Regenzeit (Dezember bis Februar). Kalt wird es eigtl nur im relativ kurzen Winter (Ende Juni bis Mitte August) oder wenn Lukas anwesend ist.

Die Freiwilligen wohnen in Camiri nicht in einem Hostel, sondern in einem gewoehnlichen Haus, welches Arturo gehoert. Gekocht wird taeglich 2x von Ely, das Essen ist super lecker und es gibt auch ordentliche Portionen. Ganz wichtig ist jedoch, sich regelmaessig zu bedanken, das weiss sie sehr zu schaetzen, ebenso wie freiwilliges Helfen beim Abwasch und aehnliche kleinere Sachen, alles in allem ist jedoch deutlich weniger zu tun als in anderen Orten.

Projekte

Hospital

Das „Hospital Municipal de Camiri“ ist das staedtische Krankenhaus, hier kann morgens (von 8 – 12), nachmittags (3 – 7) oder auch nachts (7 – 7) gearbeitet werden. Es gibt verschiedene Moeglichkeiten, gearbeitet wurde bisher vor allem in der Emergencia (Notaufnahme) oder der Pediatria (Kindermedizin). Wichtig ist, sich einfach irgendwo dazuzustellen und fragen, was man machen kann, dann klappt das auch recht schnell. Je nach Krankenschwester darf man mehr oder weniger machen aber das findet ihr noch alles selber raus…

Granja

Carajo puta de mierda… das wird man hier etwas haeufiger hoeren. Die Granja liegt etwas weiter weg vom Voluntarierhaus, ist aber in knapp einer Viertelstunde zu Fuss zu erreichen. Der Chef der Granja ist Miguel. Ein total netter Typ den man aber in die Kategorie Macho einreihen muss, was der ganzen Sache aber keinen Abbruch tut. Die Arbeit auf der Granja ist relativ vielfaeltig, je nachdem was ansteht. So kann man mal 2 Tage am Stueck ein Feld umgraben oder Pflaenzchen fuer Pflaenzchen den Garten bepflanzen. Wer mal so richtig anpacken will, unter Maennern sein will ist hier richtig aufgehoben. Coca und derber Sprachgebrauch gehoeren genauso dazu wie harte Arbeit (nichts fuer Leute mit weichen Haenden wie die von Moe) oder stundenlanges Faulenzen und Quatschen.

Guapoy

Hier geht es um Schulassistenz, man muss frueh aufstehen, hat aber dafuer dauernd frei weil mal wieder die Ferien verlaengert wurden, die Lehrer streiken oder sonst irgendwas ist. Aber NIKO kann euch da sicher mehr zu erzaehlen.

Imbochi

Eine Schule etwa 3 km ausserhalb Camiris. Man unterrichtet alle Klassen dort (Vorschule bis zur achten). Manche Klassen sind zusammengelegt, so dass man 6 Unterrichtstunden pro Woche hat. Die Klassen haben zwischen 8 und 20 Kinder. Die Schule selber ist richtig schoen. Sauber und mir kleinen Gaerten.

Casa de la Cultura

Englischunterricht fuer alle und jeden. Fuer weitere Information braucht es aber HANNAH.

Hogar de Niños

Hausaufgabenbetreuung, hoffen wir mal, dass HANNAH motiviert ist und auch hier was zu schreibt.

C.E.D.I.N-Nats.

Das „Centro Aleman San Auktor“ ist eine Einrichtung für Kinder die neben ihren schulischen Verpflichtungen arbeiten müssen. Die Altersspanne reicht von 5-16 Jahren. Die Kinder kommen ins Centro „Aleman San Auktor“ um ein Mittagessen zu bekommen, Hausaufgaben zu machen und sich ein wenig auszuruhen. Die Aufgaben hier sind Hausaufgabenbetreuung, gelengtlich handwerkliche Aufgaben und sich über die Hausaufgaben hinaus mit den Kindern beschäftigen. Es ist eine sehr schöne Einsatzstelle die auch viel Arbeit mit sich bringen kann. Da das „Centro Aleman San Auktor“ eine Partnerschaft mit einer kirchlichen Organisation in Braunschweig hat, ist jedes Jahr ein deutscher Freiwlliger dieser Organisation in Camiri.

Escuela de los Ninos Especiales

Ein Heim fuer geistig und koerperlich behinderte Kinder im Alter zwischen 1 und 18 Jahren. Man hilft beim Unterrichten der aelteren und beim Betreuen der juengeren. Die Bindung zu den Kindern ist hier besunders wichtig, da viele aus gewalttaetigen Elternhaeusern kommen.

Unidad educativa Isaac Maldonado

Hierher kommen Schueler aller Klassen, ab der ersten der Primaria bis zur vierten der Secundaria. Geleitet wird die Unidad educativa von einer kompetenten Direktorin, die ihre Arbeit ernst nimmt und sich um ihre Lehrer- und Schuelerschaft kuemmert. Auch fuer uns Voluntarier hat sie immer ein offenes Ohr. Wir unterrichten hier die ersten sechs Jahrgaenge im Fach Englisch, wobei wir von den regulaeren Lehrern unterstuetzt werden, die waehrend des gesamten Unterrichts anwesend sind und uns helfen, die Klasse ruhig zu halten. Die hat naemlich meistens viel mehr im Hof rumzurennen als zu lernen, also lasst euch was einfallen, um die Schueler zu motivieren!

Zum Camiri-ABC

Zwischenbericht von Nikolas Neuhaus (2009/10)

 

El Villar

Bitte einfügen: Kurzbeschreibung in ein paar Sätzen: was das Dorf ausmacht, was es für Projekte gibt, …

Fragen zum Ort:

  • Leben hier eigentlich auch Jugendliche, die so um die 20 Jahre alt sind?
  • Wie kann man sich denn die Vegetation übers Jahr gesehen vorstellen?

Zum El Villar-ABC

Karachimayu

Karachimayu liegt 28 km von El Villar entfernt, umgeben von wunderschöner Landschaft. Dort im Internat kann man Unterrichten und mit den Schülern leben und die Freizeit gestalten.

Zum Karachimayu-ABC

Freiwilligen-Berichte

 

 

Isla del Sol / Ch’alla

Bitte einfügen: Kurzbeschreibung in ein paar Sätzen: was das Dorf ausmacht, was es für Projekte gibt, …

Isla del Sol 2009 / 2010 – Kurzbeschreibung der Arbeit & Projekte

Wir sind zu viert auf der Insel. Das heisst, zwei weltwaerts-Freiwillige, die beide auch ein ganzes Jahr auf der Insel bleiben, um die Kontinuitaet zu gewaehrliesten. Dann wohnen abwechselnd zwei Zivis dort, die aber alle 2-3 Monate ihren Einsatzort wechseln. Generell sind wir aber immer zu viert auf der Insel.

Wir fangen jeden Morgen um 8.30h an zu arbeiten und kommen so um 13.30h wieder zum Hostal zurueck. Wir geben alle vier Englischunterricht, wir haben uns so aufgeteilt, dass immer zwei zusammen in jeweils einer Klasse Englischunterricht geben. Im Schnitt sind das 1-2 Klassen pro Tag, die jeweils ein Team unterrichtet. Da dies jedoch sehr wenig ist,haben wir dieses Jahr jeder eine Klasse uebernommen. Ich, Christine (weltwaerts), gehe jeden Morgen in den Kindergarten und helfe dort mit. Janis (Zivi) unterrichtet die 1.Klasse, Sarah (ebenfalls weltwaerts) die 2.Klasse und David (Zivi) die 3.Klasse. Sobald sich unser Unterricht in den jeweils individuell zugeteilten Klassen mit dem Englischunterricht schneidet, gehen wir alle aus unseren Klassen raus und gehen in die zu Englisch unterrichtenden Klassen.

Projekte:

Wie ihr dem Insel ABC entnehmen koennt, herrscht ein permanentes Muellproblem auf der Insel. Um dieses ein wenig einzudaemmen, haben wir Holzschilder mit entsprechenden Zeichen und Texten erstellt, die nun bald auf den Booten aufgehaengt werden sollen. Die Einheimischen dort werfen naemlich bevorzugt ihren Muell in den See. Desweiteren werden Schilder und Logos entworfen, um den Touristen den Weg zur Comunidad Cha’lla zu weisen, damit Cha’lla als Inselort bekannter wird. Dorthin verirren sich nur wenige Touristen. Seit neustem geben wir auch Sexualkundeunterricht und sprechen mit unseren Schuelern ueber ihre Zukunftsplaene. Denn viele werden schnell schwanger (aufgrund mangelnder bis gar nicht vorhandener Aufklaerung) und haben als einzigen Lebensplan, schnell zu heiraten, Kinder zu bekommen und auf der Insel zu arbeiten.

Christine & Sarah

Ideenboerse

Wir wollen demnaechst ein Aufklaerungsprojekt in der Schule starten. Ich kann mir vorstellen, dass so etwas erst nach einiger Zeit auf Verstaendnis trifft, daher empfehle ich den kommenden Freiwilligen dieses Projekt auf jeden Fall zu weiterzuverfolgen.

Man koennte auch versuchen einen Weh zur Muellentsorgung zu finden. Der Plastikmuell zum Beispiel koennte in La Paz, oder Copacabana recycled werden. Man muesste jemanden finden, der sich bereit erklaert den Muell regelmaessig zu entsorgen.

Es waere auch sinnvoll zu versuchen einen regelmaessigen Besuch der Aerzte aus Copacabana in die drei Comunidades der Insel zu organisieren, da die medizinische Versorgung auf der Insel weiterhin sehr schlecht ist. Der Besuch in allen Comunidades waere gut, weil sich die Fortbewegungsmoeglichkeiten auf der Insel auf Fussmarsch beschraenken.

Einige Bootsfuehrer aus Ch’alla Pampa haben uns gefragt, ob wir auch dort, besonders fuer diejenigen, die im Tourismus arbeiten, Englischunterricht geben koennten. Leider haben wir mit der Arbeit in der Schule dafuer im Moment keine Zeit. Vielleicht koennte man es in Zukunft aber so regeln, dass zwei der vier Freiwilligen zwei bis dreimal pro Woche nach Ch’alla Pampa gehen, um dort zu unterrichten.

Da der Tourismus in Ch’alla immernoch viel weniger ausgepraegt als in den anderen Doerfern ist, wollten wir ein Schild mit Weg- und Hostalbeschreibung an die Felsen zwischen Yumani und Ch’alla, als auch auf die Felsen zwischen Ch’alla und Ch’alla Pampa spruehen. In der Vergangenheit wurden Holzschilder immer gestohlen, daher haben wir uns diese Methode ueberlegt. Ausserdem waere es vielleicht sinnvoll, Flyer zu erstellen und in Copacaban, vielleicht sogar in La Paz auszulegen.

Sarah Pratscher

 

Monteagudo – Die Bergspitze

Monteagudo ist eine beschauliche Kleinstadt mit etwa 15.000 Einwohnern im Sueden des Landes. Sie liegt etwa 330 Kilometer suedlich von Sucre und laesst sich problemlos mit der Flotta in etwa 11 Stunden erreichen. Das Wetter kann sehr unterschiedlich sein: Im Sommer liegen die Temperaturen zwischen 25 und über 40 Grad, in der Trockenzeit, im Winter, kann das Thermometer dann aber schonmal 0 Grad anzeigen. Einkaufstechnisch bekommt man in Monteagudo alles. Nur kein Geld, weil der Ort ueber keinen Visa-Automaten verfuegt. Dafuer muss man etwa einmal im Monat nach Sucre. Die Landschaft rundherum ist wunderschoen und laedt mit den Bergen und den tropisch angehauchten Bergen immer wieder zum traeumen ein. Sie erinnert an sehr an typsiche Aufnahmen aus den Savannen Afrikas.

Einsatzstellen

“Hospital San Antonio Sauses”

Das Kreiskrankenhaus Monteagudos ist verhaeltnissmaessig gut ausgestattet. Es gibt etwa 30 Aerzte, die fuer die Patienten aus der gesamten Region Hernando Siles zustaendig sind. Die meiste Arbeit gibt es fuer uns Freiwilligen in der Emergencia: Denn schon nach kurzer Zeit schenkte man mir viel Vertrauen und ich durfte (frische) Wunden versorgen, Spritzen geben und lerne momentan sehr viel ueber die praktische Medizin. Die Aertze, sowie die Internos und Schwestern sind allesamt sehr freundlich, aufgeschlossen und gewillt einem unwissenden Deutschen die Sprache und Grundlagen der Medizin zu vermitteln.

 

PUERTO QUIJARRO

Puerto Quijarro ist eine Kleinstadt an der Grenze zu Brasilien, mit rund 15 000 Einwohner. Es gibt nur ein asphaltierte Straße, die Hauptstraße die zur Grenze nach Brasilien führt. Momentan wird aber fleißig gebaut, so dass in ein paar Monaten weitere Seitenstraßen geteert sein werden. In Puerto Quijarro kann man mit ein paar Ausnahmen alles Kaufen was man braucht. Da die Grenze so nah ist sind die meisten Dinge etwas teurer als im restlichen Bolivien (im Vergleich zu Santa Cruz aber gleich, wenn nicht sogar billiger). Es gibt keine öffentlichen Verkehrsmittel. Innerhalb der Stadt und auch zur Arbeit gehen wir zu Fuß, was gut machbar ist. Zum einzigen Geldautomaten und zur Feria (riesige Markthallen für alles mögliche, überwiegend Klamotten) ist es zu weit zu Laufen, dafür gibt es Taxis (3 Bs/Person). Taxis gibt es genügend. Es lohnt sich außerdem auf jeden Fall mal nach Puerto Suarez, zum Mirador (Aussichtspunkt) zu fahren (5 Bs/Person). Insgesamt gibt es 13 Schulen, 3 Krankenhäuser und ungefähr 1 Mio. Apotheken, Tiendas und Internetcafés. Wir, in Puerto Quijarro, leben nicht wie die anderen Freiwilligen in einem Hostel, sondern mit einer Familie, die sehr sehr nett ist und einem bei allen Problemen mit Rat und Tat zur Seite steht. Wir haben ein extra Gebäude (die Familie hat neben dran neu gebaut) mit zwei Zimmern (insgesamt sechs Betten), ein Bad für uns alleine und einen großen Tisch vor dem Haus (noch unter Dach) an dem wir uns die meiste Zeit aufhalten. Die Küche dürfen wir mitbenutzen. Wir bekommen Essensgeld und können damit entweder selber Kochen oder essen gehen. Wir finden es super in der immer grünen Umgebung und der unbeschreiblichen Natur des Pantanals zu leben.

Das Krankenhaus Principe de Paz

Das kleine öffentliche Krankenhaus von Puerto Quijarro, etwa zwei Gehminuten von unserem Haus entfernt. Da es dort zwar einen kleinen Kreissaal aber keinen OP gibt, besteht der Großteil der Patienten aus Frauen die zur Schwangerschaftskontrolle kommen und kleine Kindern, die bis sie 5 Jahre alt sind eine staatliche Krankenversicherung haben. Wir helfen den Großteil der Zeit den Krankenschwestern beim Wiegen, Blutdruck und Fieber messen, der Wundversorgung, der Verpflegung der stationierten Patienten, Impfen und Medikamente injizieren und allem was sonnst noch so anfällt. Je länger man da ist, desto mehr lernt man selber zu machen und nach einiger Zeit braucht man schon fast keine Hilfe mehr.

Unidad Educativa Pinocho

Das ist der Name der Schule in der wir arbeiten. Die Schule ist an dem anderen Ende der Stadt gelegen, lässt sich aber durchaus gut zu Fuß erreichen. Wir unterrichten in allen Klassen, d.h. sowohl die Erst- als auch die Elftklässler und alle die da dazwischen liegen. Insgesamt kommt es da auf die rund 200 Schüler. Überall aus den Straßen ruft es immer wieder mal „Teacher“, „Teacher“!, selten bleibt man unbeachtet. Die Mitarbeit in den einzelnen Klassen ist sehr unterschiedlich, es gilt immer noch die richtigen Methoden für das richtige Alter zu finden. Wir probieren es weiter und freuen uns auf neue Ideen!

Die Bibliothek

In einem der Räume der Pinocho-Schule haben wir in den letzten Wochen vor unserer Abreise angefangen eine kleine Bibliothek einzurichten, mit Büchern, in Quijarro sonst kaum anzufinden, und Spielen, wo die Schüler in ihre Freizeit, als eine Alternative zum Internetcafé, hinkommen und spielen und lesen können. Ausserdem könnte man kleine Projekte wie Salzkristalle züchten, Metalldosen-Telefone basteln oder Vorlesestunden machen. Abends könnte man in dem Raum Englisch-Unterricht für Erwachsene anbieten, da ein ziemlich großes Interesse besteht. Es fehlt immer noch an Büchern und Spielen, also bringt aus Deutschland noch was mit…

Puerto Aguirre

Für etwa ein halbes Jahr haben wir zwei mal die Woche abends für die Mitarbeiter des ortsansässigen Unternehmens Puerto Aguirre Englischunterricht geben. Puerto Aguirre verschifft Soja-Bohnen vornehmlich nach Paraguay. Da im Moment jedoch nicht klar ist ob die Firma eventuell schließen muss, kann es sein, dass dieses Projekt bald wegfällt.

 

SANTA CRUZ

Hogar San Lorenzo

Das Hogar San Lorenzo liegt am dritten Ring in der Nähe der Avenida Guapay. Hier leben ca. 100 Kinder im Alter von 0-10 Jahren, die in verschiedene Gruppen aufgeteilt sind. Das Heim wird von 3 Nonnen des Ordens „Hermanas de la Divina Providencia“ geleitet.

Domitorio 1: Hier leben 10 Kinder (mal etwas mehr, mal etwas weniger)im Alter von 0-1 Jahr. Normalerweise arbeiten hier zwei Erzieherinnen. Als Freiwilliger hilft man ihnen beim Füttern, Windelnwechseln und Baden. Natürlich freuen sich die Kinder auch wenn mit ihnen gespielt wird. Ab und zu begleitet man auch ein Kind ins Krankenhaus für eine Untersuchung. Samstags arbeitet nur eine Erzieherin, die sich über die Hilfe von Freiwilligen besonders freut.

Domitorio 2-4: In jedem Domitorio leben 12 Kinder, wobei die Zahl des Domitorios gleichzeitig als Gruppeneinteilung dient und das Alter angibt. Jede Gruppe wird von einer Erzieherin begleitet, wobei es sein kann, dass eine ausfällt, so dass eine für zwei zuständig ist. In solchen Fällen ist man als Freiwilliger eine große Hilfe, ansonsten übernimmt man eher Hilfstätigkeiten, wie Kinder trösten, Essen holen und austeilen, abwaschen und beim Duschen helfen. Natürlich spielt man auch viel mit den Kindern und beaufsichtigt sie, wobei man Eigeninitiative mitbringen sollte, um eigene Projekte zu starten. Die Kinder freuen sich aber auf jeden Fall über Freiwillige

Las Chicas y los Chicos: Die ältesten Kinder, des Heims sind in eine Jungen und eine Mädchengruppe aufgeteilt. Sie gehen alle auf eine externe Schule und sind 6-10 Jahre alt. Jede Gruppe hat eine Erzieherin. Als Freiwillige/r hilft man den Kindern bei den Hausaufgaben, beim Fertigmachen für die Schule (wenn man als Freiwillige/r Haare flechten kann, ist das echt praktisch, aber ansonsten lernt man es da!) und beim Mittagessen. Man sollte auf jeden Fall kurze Spielideen mitbringen, denn Pausen entstehen auch im normalen Tagesablauf und über Spiele freuen sich die Kinder immer. Es gibt einen großen Außenbereich.(Viel Platz auf dem gespielt werden kann!) Nach dem Mittagessen werden die Kinder in die Schule gebracht. Sie freuen sich immer, wenn Du sie als Freiwillige/r dorthin begleitest. In den Schulferien hat man als Freiwilliger viel Freiraum für die Gestaltung eines Ferienprogramms oder anderen Projekten, denn in den Ferien sind die Kinder den ganzen Tag im Heim und freuen sich über Beschäftigung! Auch einfach mal in den Arm nehmen oder über den Kopf streicheln, bewirkt viel. Die Kinder freuen sich auf Euch!

Einsatzstelle IJFD: Hogar de Ninos Santa Cruz

Unser Einsatzort ist ein Kinder- und Jugendheim für ca 135 Jungs zwischen 5 und 21 Jahren. Der Hogar ist nach Altersstufen in 6 einzelne Hogars und einem Mädchen-Wohnraum aufgeteilt, die in unterschiedlichen Teilen des Hogars leben.

Der Hogar besitzt 3 Sportplätze, einen Speisesaal, eine Aula, 2 Musikräume, eine Bäckerei, eine Kapelle, eine Küche, eine Wäscherei, ein Wohnbereich für Freiwillige, mehrere kleinere Versammlungsräume/Klassenräume, die 6 Unterkünfte der Hogars und ein unabhängig arbeitendes Ausbildungsgebäude (Cecap) in dem die Schüler unterrichtet werden. Das Cecap ist ein Ausbildungszentrum für Lehrlinge in den Bereichen Elektronik und Mechanik. Ausserdem besitzt der Hogar eine Anlage ausserhalb von Santa Cruz im kleinen Dorf Cotoca in dem die Hogars alle paar Monate ein Wochenende verbringen.

Der Hogar wird von der Bruderschaft der Kapuziner geleitet und jeder einzelne Hogar hat seine eigenen Edukador(en) (Dons und Freys), wobei Hogar 6 unabhängig lebt. In Hogar 6 leben meistens Studenten denen es noch erlaubt ist im Hogar zu leben, da man normalerweise bei Volljährigkeit den Hogar verlassen muss. Da der Hogar christlich orientiert ist, gibt es vor jeder Mahlzeit ein Gebet und jeden Sonntag finden Gottesdienste statt. Im Allgemeinen werden die Kinder nach christlichen Grundsätzen erzogen.

Tagesablauf: Um ca 8 Uhr gibt es Frühstück im Speisesaal. Danach werden die Kinder in Mathe, Englisch, Naturwissenschaften, Spanisch und Religion unterrichtet. Um 12 Uhr gibt es dann Mittagessen. Danach folgen Hausaufgaben, Kartenspiele, Zeichnen, Fernsehen und Musik hören bis um 15.30 Uhr. Hier gehen die Kinder zur Merienda, eine Art Nachmittagssnack (Kuchen, Kekse oder trockene Brötchen mit einem Getränk). Der späte Nachmittag besteht aus Sport- und Musikangeboten, gefolgt vom Duschen, gemeinsamen Abendessen und gemütlichem Tagausklang.

Jeder Hogar darf einmal die Woche zum Fußball auf eine ausserhalb liegende Cancha gehen und dort seinen Nachmittag verbringen. Ab und zu machen die Kinder Ausflüge zu nahegelegenen Parks oder dem Rio Pirai.

Der Hogar befindet sich zwischen dem zweiten und dritten Ring in der Calle Centenario in der Nähe vom Mercado 4 de Noviembre.

Alexander Schober & Dennis Friedrich

 

SOPACHUY

Über Sopachuy

Sopachuy liegt 193 km südöstlich von Sucre, das sind ungefähr 5 Stunden im Bus. Der gesamte Landkreis hat circa 8.000 Einwohner, von denen etwa die Hälfte in Sopachuy und der Rest auf dem Land („en el campo“) lebt. Die größten dieser 24 Außengemeinden („Comunidades“) sind Amancaya und Pampas Punta.

Geografisches

Sopachuy selbst liegt auf einer Höhe von 2.080 über dem Meeresspiegel, der höchste Punkt des Terrains liegt auf 3.704 Metern. Die Ausstreckung des gesamten Landkreises beträgt etwa 845 km². Die Landschaft lässt sich einteilen in Täler, Talabschlüsse und Hochsteppen, wobei Sopachuy in einem Tal liegt, umgeben von den zwei Flüssen Horcas und San Antonio.

Klima

Die wärmsten Monate sind von Oktober bis Februar, die kältesten von Mai bis August. Die durchschnittliche Höchsttemperatur liegt bei 23 °C, die durchschnittliche Mindesttemperatur bei 8 °C.

Liste der Stadtteile („Barrios“) Sopachuys
  • Central
  • Ayacucho
  • Juana Azurduy de Padilla
  • Sagrado Corazon
  • Sarland
Liste der Außengemeinden („Comunidades“) Sopachuys:
  • Achatalas
  • Cuevas
  • Jarka Mayu
  • Matela Baja
  • Milanés
  • Milanés Alto
  • Pampas del Carmen
  • Pampas Punta
  • Paslapaya Baja
  • Rodeo
  • San Antonio
  • San Blas Alto
  • San José de Matelilla
  • San Juan de Horcas
  • Sauce Molino
  • Silva
  • Sipicani
  • Tambillos
  • Villa Candelaria.
  • Alisos
  • Amancaya
  • Chavarría
  • Mama Huasi
  • San Isidro

Centro de Salud „Virgen de Remedios“

Das Centro wurde einst von deutschen Josefsschwestern mit massiven Geldzuwendungen als Hospital gegründet, weshalb es im Vergleich zu anderen Einrichtungen in den benachbarten Gemeinden eine sehr gute Ausstattung hat. Mittlerweile ist es verstaatlicht und zählt laut nationalen Normen nur nach als Centro de Salud.

Dank der damaligen Zuwendungen aus Deutschland hat das Centro noch heute ein komplettes Labor, ein Röntgenlabor und eine Zahnarztpraxis.

Im Moment kann es auch einen Kinderarzt und eine Frauenärztin aufweisen.

Puestos de Salud

Es gibt „Außenposten“ des Centros in Amancaya, Mama Huasi, Pampas del Carmen und Sipicani.

Arbeitszeiten

Morgens von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr, nachmittags von 14.30 Uhr bis 18.00 Uhr

Arbeitskleidung

Du musst einen weißen Kittel tragen, den kannst du dir in Sucre besorgen.

Urlaubsvereinbarung

Du musst am Wochenende nicht arbeiten gehen, aber wenn du es trotzdem tust, kannst du dir pro Tag einen extra Urlaubstag anrechnen lassen (auch bei Feiertagen, am besten führst du eine Liste).

Salidas al Campo

Vom 9. bis 23. jeden Monats fährt jeden Tag eine Delegation des Centros zu jeweils den verschiedenen Außengemeinden Sopachuys, um dort die Kinder zu wiegen (Prävention von Unterernährung), zu impfen, Infovorträge zu erhalten und ärztliche Untersuchungen durchzuführen. Der Weg nach Sopachuy ist für die Bewohner des ländlichen Raums nämlich oft sehr weit.

Talleres (Workshops) und Reuniones (Meetings)

Geh einfach hin, musst nicht nachfragen (außer jetzt es wäre nur für die Chefs). Am Anfang verstehst du vielleicht nicht viel, aber es ist wichtig um die ganzen Umstände kennenzulernen, in denen das Centro arbeitet

Mögliche Aktivitäten
  • Bei den Ärzten bei den Consultas dabeisitzen (nicht vergessen morgens mit zur Visite zu gehen)
  • Bei den Krankenschwestern helfen, Vitalzeichen zu messen und dievP atienten zu den Ärzten bringen
  • Im Labor bei der Vorbereitung von Proben helfen und ähnliches
  • In „Fichaje“ Patientenakten sortieren und ausgeben
  • Hilfe geben beim Umgang mit Computerprogrammen
Ansprechpartner

Falls du mal ein Problem hast oder mit irgendetwas unzufrieden bist, sprichst du am besten mit dem Administrador (Don Rogelio Murillo), der ist immer sehr engagiert.

Unidad Educativa Juan Vossing

Die Grundschule Sopachuys hat meistens 3 Klassen pro Jahrgang. Unterrichtet werden die 1. bis 6. Klasse in den Fächern Mathematik, Spanisch, Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften, Sport, Musik, Religion, Handwerk und Quechua. Die Kinder sind in der Regel zwischen 6 und 12 Jahre alt. Der Unterricht ist in zwei turnos aufgeteilt: Morgens kommen die 1. bis 3. Klasse von 08:00 bis 12:10 Uhr, nachmittags die 4. bis 6. Klasse von 14:00 bis 18:10 Uhr. Zu der Schule gehören die Cancha und der Kindergarten, der heißt „kínder Alegría“. Hier gibt es drei Klassen. Die Kinder sind 4-6 Jahre alt und besuchen normalerweise für zwei Jahre den Kindergarten. Der Unterricht findet von 09:00 bis 12:00 Uhr statt. Jeden Morgen findet in der Schule ein Appell statt, jeden Montag halten der Direktor und ein Lehrer zu einem gewissen Thema eine Ansprache und die Nationalhymne wird gesungen. Sowohl in der Schule, als auch im Kindergarten gibt es ein desayuno escolar, also eine kleine Mahlzeit.

Die Aufgaben der Freiwilligen in der Schule und im Kindergarten bestehen in der Regel aus der Unterstützung der Lehrer. Man hilft dabei, die Kinder zu beaufsichtigen und ihnen bei den Aufgaben zu helfen. Selbständig unterrichtet werden kann hier nicht.

Freiwillige Englischstunden: Dieses Jahr bestand das erste Mal die Möglichkeit, freiwilligen Englischunterricht anzubieten. Die Kinder können sich hierfür einschreiben und in ihrer Freizeit daran teilnehmen. Am Ende des Jahres erhalten sie ein Zertifikat.

Der Englischunterricht findet für die Kinder des turno tarde morgens von 08:00 bis 09:00 Uhr statt, für die Kinder des turno manana nachmittags von 14:00-15:00 Uhr und von 15:00-16:00 Uhr statt.

 

Sucre

Sucre ist eine vom Kolonialbaustil geprägte Stadt, aber trotzdem bunt und abwechslungsreich. Einerseits ist die Stadt ruhig, entspanned und beschaulich mit Parks, Plazuelas, Mirador etc. andererseits gibt es viele Möglichkeiten wegzugehen oder Kultur zu erleben. Das Hauptleben spielt sich am Abend ab und ist größtenteils aufs Zentrum beschränkt. Tagsüber sind die 3 großen Märkte (Campesino, Central und Negro) beliebte Anlaufsstellen. Dort kann man verschiedene Früchte,Säfte, Gewürze, Fleisch, Kleidung aber auch elektronische Geräte und eine Vielfalt von Musik und Filmen erwerben.

Einsatzstelle: Hogar Sucre

Der Hogar Sucre ist der größte staatliche in Sucre und beherbergt 25-30 Jungs im Alter von 5 bis 17 Jahren, die in drei Gruppen eingeteilt sind. Die größte Gruppe ist Gruppe 1 mit Jungs zwischen 5-11 Jahren, danach kommt Gruppe 2 mit den Jungs bis ca. 13 Jahren und dann Gruppe drei mit allen Jungs bis 17 Jahren.

Etwas über ihre Herkunft: Die Jungs stammen alle aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Das heißt, sie haben vorher entweder auf der Straße gewohnt, ihre Familie hat kein Geld und kann es sich nicht leisten, sie aufzuziehen oder sie kommen aus Familien, von denen das Jugendamt glaubt, dass es besser ist, wenn die Kinder nicht zu Hause aufwachsen (weil die Eltern gewalttätig sind oder ähnliches).

Das gesamte Gelände vom Heim ist riesig – früher gab es hier mal fast hundert Jungs. Es gibt einen Fußballplatz, einen Futsalplatz, einen Hof, mehrere Häuser, Beete, ein Schwimmbecken, Schaukeln und eine Wippe. Gelegen ist das Ganze am Berg und man hat einen tollen Blick auf die Stadt.

Die Arbeit ist sehr vielfältig und man wird wirklich gebraucht. Zwar muss man sich auch hier selber Arbeit suchen, aber die Jungs freuen sich, dass man da ist und bei Hausaufgaben hilft, mit ihnen Armbänder knüpft, Spiele spielt, bastelt,… Auch die Köchin freut sich immer über Hilfe – sei es beim Kartoffel schälen, Erbsen puhlen, Brot backen oder anderem.

Allgemein hat man eher eine Art Geschwisterfunktion als Erzieherinnenfunktion. Die Jungs sind froh, mich als Vertrauensperson zu haben. Man darf das nicht unterschätzen, ebenso wenig die Vorbildfunktion.

Neben mir gibt es noch eine andere Freiwillige in diesem Projekt, die über das BKHW (Bolivianisches Kinderhilfswerk) entsendet wurde. Das ist aber überhaupt kein Nachteil, denn bei so vielen Jungs kann man viel mehr machen und es erleichtert die Arbeit unheimlich, wenn man zu zweit ist, Ideen sammeln kann, Projekte durchführen kann und einfach mehrere Jungs gleichzeitig betreuen kann. Das ist vor allem bei der Hausaufgabenhilfe von Vorteil.

Ann Kristin Gildhoff 2012/13

Einsatzstelle weltwärts: Das Kinderheim “ Hogar Mallorca“

Das Kinderheim “ Hogar Mallorca“ liegt eine Cuadra von der Plaza 25 de Mayo entfernt. Im Heim leben Jungs im Alter zwischen 6 und 18 Jahren. Das Heim ist super schön und sehr sauber.

Meine Aufgabe besteht darin, den Kindern am Nachmittag bei ihren Hausaufgaben zu helfen, mit ihnen für ihre Prüfungen zu lernen und verschiedene Freizeitangebote, wie Armbänder knüpfen, Fußball spielen, Basteln und Malen etc. anzubieten.

Die Arbeit mit den Kindern bereitet mir große Freude und mit meinen Mitarbeitern verstehe ich mich auch sehr gut.

Hannah Hüttel

Einsatzstelle „Hospital Santa Barbara“

Das Hospital Sta. Barbara ist das Universitätskrankenhaus und damit auch das größte Krankenhaus in Sucre und Umgebung. Es bietet eine Vielzahl an verschiedenen Abteilungen und Stationen und ist für Freiwillige mit medizinischem Interesse der perfekte Einsatzort. Von Innerer Medizin, über Chirurgie, bis hin zu HNO, Intensivstation oder Radiologie ist im Sta. Barbara wirklich alles vertreten. Für den Einstieg ist aber definitiv die Notaufnahme zu empfehlen, da man viele verschiedenen Fälle sieht und recht schnell kleinere Aufgaben, wie Wundversorgung (etwas später z.B. auch Wunden nähen), Infusionen und Katheter legen, aber natürlich auch Betten schieben, Monitore anschließen, oder Patienten waschen, übernehmen darf. Dort ist man auch im täglichen Wechsel mit den s.g. „Internos“ (Medizin-Studenten in ihrem Praktischen Jahr) zusammen, die einen wirklich freundlich aufnehmen und in die Arbeit einführen. Ich selbst bin jetzt seit fast 4 Monaten in der Notaufnahme und will eigentlich gar nicht wechseln, da es mir ausgesprochen gut gefällt. Durch die Internos ist es außerdem gut möglich, schnell Anschluss in der bolivianischen Gesellschaft zu finden. Das Sta. Barbara liegt je nach Verkehrslage etwa 20 min. mit dem Micro vom Hostel entfernt. Das Gebäude erinnert von außen und durch seine Innenhöfe stark an ein Kloster und ist wohl das schönste Krankenhaus in Sucre.

Wer sich für eine Krankenhausstelle hier bewirbt, sollte aber keine Berührungsängste zeigen und viel Engagement mitbringen. Ohne Eigeninitiative könnte ein Aufenthalt auch schnell mal langweilig werden. Wer jedoch Interesse zeigt, wird am Santa Barbara unglaubliche viele und tolle Erfahrungen machen können.

Tobias Hafner 2012/13

Einsatzstelle CERPI (Centro de recursos pedagogicos integrales) Escuela Movil (mobile Schule)

Es ist so, dass in Bolivien die Kinder entweder vormittags ODER nachmittags in die Schule gehen, dass heißt in der freien Tageszeit haben sie meistens nichts zu tun oder helfen ihren Eltern bei der Arbeit. Genau dafür wurde das CERPI gegründet. Die Kinder können zu ihren freien Tageszeiten ins CERPI kommen und verschiedene Aktivitäten machen, wie zum Beispiel Ballet,Fußball, Basketball, traditionelle Tänze, es gibt aber auch Lenguage(Sprachnachhilfe), Englisch und Mathematik als Angebot. Der größte Part des CERPIs ist jedoch die Sala de Tareas(Hausaufgabenhilfe), dieses Angebot nehmen sehr viele Kinder wahr. Und hier werden auch immer Leute gebraucht, die helfen!

Dann gibt es noch die Escuela Movil, die mobile Schule. Die escuela movil fährt in 7 verschiedene Sektoren Sucres(5 Vormittage und 2 Nachmittage) um dort mit den Straßenkindern spielerisch zu lernen. Straßenkinder bedeutet hier in Sucre, dass die Kinder den ganzen Tag auf der Straße verbringen um Geld für ihre Familien zu verdienen. Es gibt Schuhputzer, Autowäscher, Microputzer,Kaugummiverkäufer, manche verbringen den Tag damit, den Einkäufern auf den Märkten ihre Taschen zu tragen. Die meisten der Kinder leben bei ihren Eltern, es gibt aber auch einige die nur mit ihren Geschwistern zusammen leben, oder mit ihren Großeltern, und einige kehren nicht jeden Abend zu ihren Familien zurück. Die Escuela Movil ist ein Anhänger mit Lerntafeln und Spielen, die sich größtenteils um Grundkentnisse handeln, im Bereich von Mathe, Sprache und Kreativität. Es ist eine sehr sinnvolle Aufgabe, da die Kiddies sich einmal pro Woche ablenken lassen können und einfach nur spielen und lachen, anstatt zu arbeiten. Hier wäre es sinnvoll, wenn man schon aus Deutschland vielleicht ein paar Spiele mitbringt,Gesichtsmalfarben, oder anderes, denn es gibt immer mal Aktivitäten die von dem normalen Alltag abweichen und über die sich die Kinder immer sehr freuen. Man sollte sich auch darauf gefasst machen, dass man viel Körperkontakt mit den Kindern haben wird, weil sie viel Aufmerksamkeit und Liebe brauchen. Dies ist am Anfang nicht ganz leicht, weil das einem anderen Level stattfindet,als mit den Kindern in Deutschland. Außerdem muss man sich erstmal daran gewöhnen, dass die Kiddies wirklich schmutzig und teilweise ungepflegt sind. Wichtig ist, ihnen zu zeigen, dass das einen nicht stört und das sie genauso viel wert sind, wie alle anderen Menschen auf der Welt. Straßenkinder sind hier von der Gesellschaft nicht wirklich gut behandelt und fühlen sich deshalb oft nicht akzeptiert. Also wer Lust hat, viele viele verschiedene Kinder aus unterschiedlichen Bedingungen kennenzulernen, ist hier gut aufgehoben!

Leonie Maltz 2012 2013

Hogar Guadalupe

Die Einsatzstelle im Heim Guadalupe halte ich für sehr sinnvoll. Es ist ein Heim für Mädchen zwischen ungefähr 12 bis 17 Jahren, wobei das Alter variiert, da ständig Mädchen kommen und gehen. Die Anzahl variiert ebenfalls zwischen etwa 8 bis 20 Mädchen, die im Hogar leben. Es liegt im Zentrum beim Parque Bolivar und ist ein Heim für Mädchen, die entweder Probleme mit ihrer Familie haben oder eine kriminelle Vergangenheit. Aus diesem Grund dürfen die Mädchen das Hogar nicht verlassen, die Tür ist Tag und Nacht mit einem Vorhängeschloss verschlossen und auch die Freiwilligen müssen sich von den Angestellten die Tür aufschließen lassen, um zu kommen und zu gehen. Einzige Ausnahme sind Ausflüge (höchstens einmal im Monat). Im Hogar arbeiten die Direktorin, einige Educadoras, die jedoch hauptsächlich in der Küche arbeiten, eine Psychologin und eine Ärztin, da die Mädchen auch im Krankheitsfall nur bei schwerwiegenden Krankheiten oder Verletzungen das Hogar verlassen dürfen um in einem Krankenhaus behandelt zu werden. Telefonieren ist ebenfalls nur zu festen Zeiten und nur mit der Familie erlaubt. Der Schulbesuch ist ihnen ebenfalls untersagt, der einzige Unterricht findet statt, wenn einmal in der Woche für drei Stunden ein Professor kommt. Manchmal kommen außerdem Pädagogik-Studenten, die ihr Praktikum absolvieren müssen für einige Wochen, die jedoch hauptsächlich mit den Mädchen spielen und basteln. Des Weiteren haben die Mädchen einige Nähmaschinen gestiftet bekommen und lernen von einer Educadora wie man diese benutzt und sind auch in anderen Handarbeitsarten sehr bewandt. Als Freiwillige muss man sich auf eine gewisse psychische Belastung einstellen. Am Anfang hatte ich oft ein beklemmendes Gefühl, weil man eingesperrt ist. Die Mädchen weinen sehr viel und Ausbrechen ist ein ständiges Thema für sie. Einige haben es auch schon gemacht, teilweise geschafft, teilweise wurden sie nach kürzester Zeit wieder aufgegriffen und danach in die Einzelzelle gesteckt. Dort sind sie eingeschlossen und dürfen nur zu bestimmten Zeiten raus um zu essen oder auf die Toilette zu gehen. Die Arbeit macht aber auch viel Spaß, weil die Mädchen sehr nett und witzig sind und sich wahnsinnig über Ablenkung und die Freiwilligen freuen. Außer mir arbeitet noch eine andere deutsche Freiwillige vom Bolivianischen Kinderhilfswerk dort, wir sind beide immer nachmittags im Hogar. Wir spielen mit den Mädchen, basteln und versuchen ihnen ein bisschen Englisch beizubringen. Beim Lernen teilen wir die Gruppe auf, da einige mit 15 Jahren noch nicht Lesen und Schreiben können oder das Einmaleins. Fußball und Völkerball spielen sie ebenfalls sehr gerne. Für die Arbeit im Hogar Guadalupe braucht man auf jeden Fall eine hohe Frustgrenze und viel Eigeninitiative und Ideen um die Nachmittage mit sinnvollen Beschäftigungen zu füllen. Es ist sinnvoll Lernmaterialien, Materialien zum Basteln und Spiele aus Deutschland mitzubringen. Marlene Meißner 2012/13

Tarabuco

Bilder von Tarabuco bei flickr

Die folgenden Texte bitte überarbeiten, dass alles für zukünftige Freiwillige verständlich ist.

Bewertung bestehenden Hilfsprojekte – Protokollierung des erreichten Zustandes als Basis zur Übergabe an die nächsten Freiwilligen

I. Rathaus (Sophia)

Durch das weltwärts-Programm wurde mir diese Einsatzstelle zugeteilt und ich arbeite halbtags dort. Gladis, die Verantwortliche für den Bereich Tourismus, und ich haben eine neue touristische Karte und verschiedene Werbematerialien für das Kulturzentrum erarbeitet. Meine Aufgabe dabei bestand vor allem in der Übersetzung ins Englische. Davon abgesehen fanden einige Veranstaltungen wie ein Tourismuswettbewerb der Schulen und ein Gastronomiewettbewerb statt, die wir zusammen organisiert haben.

Höhepunkt der Arbeitswoche ist der Sonntagsmarkt, bei dem wir in einem Infokiosk die Touristen betreuen und für das Kulturzentrum werben. In dieser kulturellen Einrichtung präsentieren sich jeden Sonntag umliegende Gemeinden. Sie erklären ihren Alltag, die Herstellung ihrer Textilien, ihre Tänze und ihre typische Kleidung.

Da Gladis viele Berichte und ähnliches schreiben muss, hat sie ab und zu nur wenige Aufgaben für den Freiwilligen. Dies ist aber eine gute Gelegenheit, eigene Ideen einzubringen.

II. Englischunterricht im Gymnasium von Tarabuco (Pablo)
III. Englisch- und Computerunterricht in einer der Grundschulen (Lisa)

An vier Tagen die Woche bin ich in der Escuela Rosalia beschäfftigt. An Zwei Nachmittagen unterrichte ich die beiden 6.Klassen zwei Stunden. Montags beginne mit der 6A. Jede Klasse ist nochmal in zwei Gruppen geteilt. Jeden Teil unterrichte ich eine Stunde. Dienstags habe ich die 6B. Am Donnerstag- und Freitagvormittag unterrichte ich Englisch. Am ersteren Tag habe ich die beiden fünften Klassen und am zweiten Tag die beiden sechsten Klassen, die ich auch in Computer unterrichte.

Insgesamt macht mir meine Arbeit viel Spaß, auch wenn die Kinder oft sehr anstrengend sind, was auch zum Teil daran liegt, dass die Klassen sehr groß sind. Englisch ist sehr schwer für die Schüler und darum sind auch kleine Fortschritte ein großer Erfolg und machen mich immer sehr glücklich Das Vorbereiten meines Unterrichts bereitet mir Freude, da wir aufgrund der ehemaligen Freiwilligen schon relativ viele Materialien haben.

Mit Stickern und für besondere Leistungen auch mit Gummibärchen, versuche ich die Kinder etwas anzuspornen, da ich ihnen ja keine Noten geben kann und nur Tests schreiben kann, um zu sehen was sie behalten haben und wo ich nochmal anknüpfen muss…

IV. Arbeiten im Hostel (Restaurant, handwerkliche Arbeiten) (alle)

Momentan sind wir drei feste Freiwillige in Tarabuco. Wir versuchen, dass an jedem der fünf Tage der Woche, an denen das Restaurant geöffnet ist, mindestens eine Person zur Verfügung steht. Wenn große Bestellungen sind, helfen meistens alle mit. Unsere Aufgaben sind das Sauber machen der Tische, das Aufnehmen der Bestellungen, das Servieren des Essens und das Kassieren.

Davon abgesehen gibt es immer wieder verschiedene handwerkliche Arbeiten, die im Hostel zu erledigen sind. Das ist zum Beispiel Löcher für Pflanzen graben, Unkraut entfernen, Reparaturen am Dach…

V. Projekte (Spielesalon und Kino) (alle)

Für den Spielesalon und das Kino gibt es zwei Räume im Hostel. Im Spielesalon gibt es eine Reihe von Brett- und Kartenspielen. Außerdem kann man Kurse und andere Aktionen, wie zum Beispiel Armbänder knüpfen, durchführen. Für die Kinovorführungen benutzen wie einen Beamer, mit dem wir den Film an die Wand projezieren. Bisher wird das Angebot leider nicht so gut angenommen, was sich hoffentlich noch ändert.

VI. Englischunterricht in Puka Puka (Pablo und Sophia)

Mittlerweile hat das Colegio in Puka Puka eigene Englischlehrer, so dass wir in der Escuela tätig sind. Wir unterrichten die dritte bis sechste Klasse jeweils ein Mal in der Woche. Da der Unterricht als zusätzliche Stunde am Nachmittag zum normalen Stundenplan hinzugefügt wurde, ist es immer wieder schwierig, die Kinder zum konzentrierten Arbeiten zu bewegen. Das lässt sich aber sicherlich im kommenden Schuljahr anders organisieren. Wichtig ist vor allem, den Kindern die Möglicheit zur aktiven Beteiligung zu geben und so wenig wie möglich Frontalunterricht zu machen. Schließlich bereitet es viel Freude, vom Unterricht begeisterte Kinder zu sehen.

VII. Verwaltungsarbeiten in der Abendschule (Lisa)

In der Abendschule bin ich an drei Abendenden die Woche von 18.30 Uhr bis ca 21.30 Uhr. Ich helfe der Direktorin, Juanita, bei der Dokumentation der Noten. Bisher musste ich dafür aber nur Tabellen zeichnen. Wenn ich im Neujahr nicht anspruchsvoller Arbeit zugeteilt bekomme, werde ich meine Hilfe nochmal für den Englischunterricht anbieten oder ganz aufföhren. Beim Ausfall einer Lehrerin habe Englisch schon unterrichtet. Zu Beginn meiner Arbeitszeit dort, durfte ich bei der Entrada de La Virgen mittanzen. Dafür habe ich auch eine traditionelle Tracht getragen. Das Mitwirken bei diesem Ereignis hat mir einen sehr guten Einblick in die Kultur Boliviens gegeben….

Vorbereitung

Erste Tage

In Deutschland gibt es keine Bolivianos (die Landeswährung Boliviens) bei den Banken, denn die Währung darf nicht ausser Landes gebracht werden. Aber du brauchst für den allerersten Anfang auch keine Bolivianos:

  • Wenn man in einer Gruppe anreist, wird man von unserem Chef Max am Flughafen abgeholt und erhält dann auch sehr bald einen ersten Teil seines Taschengeldes.
  • Wenn du alleine anreist, solltest du aber auf jeden Fall Dollar dabei haben, um zu Max zu kommen (wenn du in Santa Cruz landest) oder auch Taxi und Flota (Überlandbus) bezahlen zu können (wenn du in La Paz landest).

 

Packen

Bitte ergänzen!
Zukünftige Freiwillige dürfen auch gerne unten diskutieren und Fragen stellen.

Mitbringen: – bei Wanderrucksack unbedingt Schutzhülle für Busfahrten (lohnt sich sehr!) – Regenjacke – An warme Sachen denken! Es kann auch recht kalt werden, vor allem Richtung La Paz und Salar de Uyuni) – Gute Turnschuhe oder Wanderschuhe – Es genügen Straßenturnschuhe (die geeignet für Sport sind) oder Sportturnschuhe, meist braucht man nicht beides

Grundsätzlich kann man hier in den Städten alles kaufen! Es gibt aber Dinge, die leichter zu besorgen und zudem günstiger sind als andere.

Gut zu bekommen – Shampoo, Cremes, Deo (die wichtigsten deutschen Marken findet man auch hier im Supermarkt) – Zahnpasta – Schuhe in kleinen Größen (vor allem Flip-Flops, Sandalen) – Hüte – Schulmaterial (Kleber, Schere, Pappe …) – Elektrogeräte (gut zu bekommen, aber mindestens genauso teuer wie in Deutschland + Unklarheit über die Originalität) – Sonnenbrillen (aber Billigmodelle)

Schlecht zu bekommen – Jeans für (große) Mädels (gibt es, man muss aber suchen)

– Tampons (gibt es überall, sind aber sehr teuer) → übertreibt es nicht! In Alcalá gibt es noch einen riesen Vorrat an Tampons und Binden. Außerdem kann es sein, dass ihr hier eure Tage erst mal ziemlich unregelmäßig oder gar nicht bekommt.

– bestimmte Medikamente (siehe Liste unten) – Schuhe in großen Größen (ab ca. 39) – Duschgel – Käse, Sahne (könnt ihr aber auch schlecht mitbringen:-))

Medikamente – bei Bedarf genügend Elektrolyte mitbringen (ansonsten einfach Wasser+Salz zu sich nehmen)

Kleidung

Ihr werdet mehr Zeit, als ihr glaubt (mindestens einige Wochen sowie einige oder viele Wochenenden) in Städten wie Sucre, La Paz oder Santa Cruz verbringen. Dort läuft man (als Gringo/Freiwilliger) wie in Deutschland herum. Alles andere wirkt komisch. Nehmt also auf jeden Fall genügend „normale“ Kleidung mit!

Für das Leben und die Arbeit auf den Dörfern ist vor allem „robuste“ Kleidung sinnvoll. Z.B. in der Schule oder im Dorfalltag will man ja gepflegt auftreten, andererseits soll die Kleidung pflegeleicht sein, damit man nicht jeden Tag waschen muss. D.h.: hier keine Lieblings-Kleidung tragen, keine hellen Sachen. Jeans sind hier wirklich praktisch (robust und man sieht nicht direkt jeden Fleck) und auch günstige einfarbige T-Shirts sind nützlich (gute Auswahl, oft auch fair gehandelt, gibt es bei z.B. grundstoff.net)

Technik

Bei neu gekauften Kameras bietet sich evtl. eine Elektronik-Versicherung an, . Teurere elektronische Geräte lieber zu Hause lassen. Man muss immer damit rechnen, dass es kaputt geht oder geklaut wird, also gut drauf aufpassen. Laptop oder Netbook ist zu empfehlen (Briefe und Mails vorschreiben, Uni-Bewerbung, Unterricht vorbereiten, Filme schauen …) Definitiv empfehlenswert ist eine Festplatte mit viel Speicherplatz.

¿Qué más zu iPods, Kameras, …? Erfahungen?

Geld

Unbedingt empfehlenswert ist eine Kreditkarte der DKB zum kostenlosen Geldabheben in den Städten und auf Reisen! Achtung: nur bei wenigen Banken wie DKB und comdirect kann man weltweit kostenlos Geld abheben mit der Kreditkarte.

Wichtig: Rechtzeitig beantragen. Da es keinen Freiwilligen-Status gibt, entweder noch während man offiziell Schüler ist das Konto eröffnen, sich als Zivi mit 250 € Einkommen (Taschengeld) ausgeben oder das Konto über einen Elternteil laufen lassen und sich eine Vollmacht und eine zweite Kreditkarte auststellen lassen (kostenlos!).

Wer kurz im Netz nach „DKB-Konto Prämie“ sucht, kann zusätzlich zum kostenlosen Konto noch eine Prämie im Wert von ungefähr 50 € abstauben … (z.B. bei Unimall)

Diskussion

  • Hier sind die zukünftigen Freiwilligen eingeladen, zu diskutieren und Fragen zu stellen. 

Was wir vergessen haben

Hier sammeln wir, was manche von uns vergessen haben, damit ihr nicht die gleichen Fehler macht.

  • Kurze Hosen (Wer sagt, dass du nicht auch ins Tiefland kommst? – Und wenn nicht zum Arbeiten, dann garantiert zum Reisen!)
  • Kleidung zum Weggehen / Feiern (du wirst mehr Zeit in Städten verbringen, als du glaubst; ausserdem es gibt es auch mal festlichere Anlässe)
  • (Kostenlose) DKB-Kreditkarte zum kostenlosen Abheben von Geld an nahezu allen Automaten. Lass das Konto über einen Elternteil laufen und dir eine Vollmacht geben oder melde dich noch als Schüler oder Student an. Wer kurz (!) im Netz sucht, findet auch noch eine Möglichkeit, eine nette Prämie abzustauben (z.B. bei Unimall).
    Der Nutzen der Karte ist wirklich nicht zu unterschätzen, nicht zuletzt bei Reisen!
  • Schlafsack. Ein wärmender Schlafsack ist gerade beim Reisen doch öfter nützlich als man denkt.
  • ggf. ausreichend Tampons, da es die hier nur völlig überteuert gibt.
  • Wanderrucksack Ohne geht eigentlich gar nicht.
  • Unterrichtsmaterial Wer weiss, dass er unterrichten wird, sollte sich schon Unterrichtsmaterial und -konzepte mitnehmen (allerdings ist oft nicht alles so, wie man es erwartet).
  • Einen guten Vorrat an Socken und Unterwäsche. Im Laufe der Zeit hier, lösen sich einige Teile einfach auf, andere verschwinden. Und das, was man hier nachkaufen kann (wenn es nicht gerade teure Markenware ist), ist so naja …

Was man nicht mitnehmen sollte

  • Wasseraufbereitungsanlage: Einfach absolut unnötig! Wasser abkochen – und fertig.
  • Zu viel Kleidung: Auf dem Rückflug weiss man sowieso kaum, wo man alles unterbringen soll.
  • Ein KFZ-Erste-Hilfe-Set: ist viel zu groß und umfangreich, sodass man es sowieso nie mitnimmt. Lieber gezielt ein paar Pflaster, Binden, Schmerzmittel, … für Wanderungen etc. mitnehmen

 

Allgemeines / Dies und das

  • Ggf. kann es sich lohnen, bei Skype eine Deutschland-Flatrate für ca. 4,50 € monatlich zu wählen, statt ein Guthaben nach dem anderen zu vertelefonieren.
    Dieses Abo kann man jeden Monat kündigen.
  • Es kann sehr nützlich sein, sich Skype Portable auf einem USB-Stick zu installieren, sodass man nicht darauf angewiesen ist, dass es auf dem PC, an dem man sitzt, installiert ist.
  • Backpacking-Reisetipps von ZEIT Campus
  • Foto-Tipps bei ZEIT ONLINE

Herzlich willkommen beim Wiki von HI-Bolivia!

Hier sammeln wir alles, was in irgendeiner Form für andere Freiwillige nützlich sein kann: die Freiwilligen-ABCs, allgemeine Informationen, Unterrichtsideen, -materialien und -konzepte, Ideensammlungen. Postet hier einfach alle Informationen, die ihr selber für euch nützlich gefunden hättet und aktualisiert, verbessert und erweitert die Informationen.

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